Die Schulsanitäter – versteckte Helfer

Jeden Tag sind im WWG Schulsanitäter unterwegs – ausgerüstet mit Pflastern, Verbandszeug und vielen anderen Dingen, die man benötigt, um anderen zu helfen. Doch kaum jemand kennt sie oder erlebt sie im Einsatz, auch wenn es den ein oder anderen Ernstfall gibt. Manchmal braucht jemand nur ein Pflaster, ein anderes Mal muss jemand, dem es schlecht geht, betreut werden. doch ab und zu kommt es auch vor, dass jemand gestürzt ist und eine schlimme Verletzung am Kopf davonträgt. Dann ist das Wissen, das die Sanis dienstags in der 7.Stunde lernen oder auffrischen, gefragt. Alleine steht bei einem Unglück niemand da, denn es haben immer mindestens zwei Sanitäter Dienst. Zum Ort des Geschehens werden die Helfer über ein Handy, das sie extra dafür bekommen, gerufen – auch während der Unterrichtszeiten! Da kann es durchaus vorkommen, dass der diensthabende Schulsanitäter aus einer Ex oder Abfrage geholt wird. Ausgestattet mit Verbandskoffer und gelber Weste eilt er dann zum Einsatzort, um dem Betroffenen zu helfen, wobei früher oder später auch der zweite Sanitäter eintrifft. Doch zum Glück kommen solche Fälle nur selten vor.

Manchmal treffen sich die Sanis mit der zuständigen Lehrerin, Frau Krüger, während der Schulzeit auch im Krankenhaus, um dort einen Fortbildungskurs zu machen und spezielle Dinge, wie zum Beispiel die Reanimation- das Beatmen eines Bewusstlosen – selbst an Puppen auszuprobieren. Tritt man der Sanitäter-AG bei, so absolviert man in den ersten anderthalb Jahren den sogenannten Junior-Helfer, wobei grundlegende Dinge wie das geschickte Aufkleben eines Pflasters oder der Gebrauch eines Dreiecktuchs gelernt werden. Auch erfährt man in dieser Zeit, welche Fragen bei einem Notruf beantwortet werden müssen oder was man tun kann, wenn sich jemand den Arm bricht. Kommt es zu einem solchen Ernstfall,kann man zwar nicht viel tun als Ersthelfer, aber immerhin mehr als jemand, der gar keine Ahnung hat. Zwischendurch wird man in kleinen praktischen und theoretischen Prüfungen immer wieder abgefragt. Hat man diese und somit den Junior-Helfer erfolgreich bestanden, wird man in den Dienst eingeteilt, bei dem man, wie schon gesagt, mit einer Weste, einem Sanitätskoffer und einem eingeschalteten Handy den Unterricht besucht. Nun kommt im Wahlunterricht nur noch wenig Neues hinzu. Hauptsächlich wird das Gelernte vertieft und zur Übung immer wieder praktisch angewendet.

Fragt doch mal bei Frau Krüger nach, ob ihr mitmachen könnt! Nachwuchs wird benötigt. Und, ja, es ist nicht uncool, mit einem Sanitätskoffer durch Haus zu laufen. Das wissen auch alle Schulsanitäter, denn es ist cool, sagen zu können: „Dem geht’s gut, weil ich ihm geholfen hab!“ Jedenfalls besser als sagen zu müssen: „Hätte ich ihm helfen können, wäre es nicht so schlimm gekommen!“

Tobias Miering, Klasse 8b

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